Schau mir in die Augen, Kleines

Es gibt Menschen, die können anderen nicht in die Augen blicken. Der Blick wandert stattdessen im Raum umher oder findet immer wieder Halt auf dem Tisch. Blickkontakt? Zero. Kennen Sie so jemanden? Oder können Sie vielleicht selbst manchmal den Blickkontakt nicht halten? Der Blick ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen. Verliebte können sich stundenlang in die Augen schauen. Nun sollst du deinen Businesspartner vielleicht eher nicht wie ein verliebter Gockel anschmachten. Obwohl… versuch es doch mal, mal sehen, was passiert… Anstarren ist ein absolutes No-Go. Ein starrer Blick wirkt auf uns sehr schnell wie ein Angriff. Das kommt noch aus der Steinzeit, wie die meisten Verhaltensweisen und unbewussten Reaktionen. In der Natur starrt das Raubtier das Opfer an, kurz bevor es zuschnappt. Das Anstarren ist aber auch eine starke Waffe, wenn du es selbst einsetzt. Dazu gibt es eine spezielle Podcast Folge von mir z.B. auf Spotify.

Über das Auge nehmen wir 80 % aller für uns relevanten Informationen auf. Das sind ca. 10 Millionen Informationen pro Sekunde, die unser Gehirn über die Augen erreichen. Kein anderer Sinneskanal nimmt so viele Informationen auf. Deswegen reichen schon 3 Sekunden aus um zu entscheiden, ob du jemanden magst oder nicht. Ein normaler Blickkontakt dauert in unserem Kulturkreis tatsächlich ungefähr 3 Sekunden. Bei dem einen ist es ein bisschen mehr, bei dem anderen ein bisschen weniger. Je nachdem, welche Intensität der Nähe er oder sie bereit ist zu ertragen. Das sind wir alle unterschiedlich. Und, es variiert auch von Gesprächspartner zu Gesprächspartner und von Situation zu Situation. Es gibt Menschen, denen blicken wir gerne und länger in die Augen, und es gibt Menschen, bei denen tun wir es nicht so gerne und meiden sogar Blickkontakt. Menschen mit blauen Augen blicken wir lieber länger in die Augen als Menschen mit dunklen Augen. Ich nehme an, dass unser Gehirn durch die Pupillengröße wertvolle Informationen bekommt, die es bei dunkeln Pupillen nicht bekommt. Und weil unser Gehirn Anstrengung nicht mag, blickt es bei dunkler Iris lieber weg. Nur so nebenbei, Blickkontakt länger als 3 Sekunden mit einem Lächeln begleitet nennt man auch Flirt.
Nach 3 Sekunden in unserem Kulturkreis solltest du den Blickkontakt lösen. Um sicher zu gehen, dass du dem anderen nicht zu „nahe“ kommst oder gar „mit dem Blick erschlägst“. In diesem Video habe ich einen wertvollen Tipp für dich

Der Blick ist ein intensives Signal in der Körpersprache, um eine vertrauensvolle Verbindung zwischen zwei Menschen herzustellen. Ich spüre das sehr deutlich, wenn ich in einem Vortrag Blickkontakt mit einzelnen Zuschauern halte. Genau diese Personen kommen nach dem Vortrag häufig noch zu mir und plaudern mit mir. Ist dir schon mal aufgefallen, dass viele Moderatoren zwar Moderationskarten in der Hand haben, sie aber gar nicht benutzen? Der Grund ist, dass uns Moderatoren aus dem Fernseher so viel wie möglich anblicken sollen. Also, sie blicken natürlich in die Kamera, aber das suggeriert unserem Gehirn, dass sie uns ganz persönlich anblicken. Was wiederum eine Verbindung zwischen uns herstellt. Und das soll an den Sender binden. Dabei kommt es natürlich auch viel auf Sympathie an. Aber das ist eine ganz andere Geschichte und wird ein anderes Mal von mir erzählt werden.

Die Gründe, warum jemand nicht Blickkontakt halten möchte sind unterschiedlich. Fest steht aber, das ist ein ungünstiges Verhalten ist, wenn du Vertrauen aufbauen möchtest. Eine Übung, mit der du lernst, deinen Blick zu halten.

  1. Male dir einen Punkt wie in meinem Video. Es ist deswegen zuerst ein Punkt, weil Menschen, die keinen Blickkontakt halten können sich anfangs Wohl erfüllen anstatt gleich ein Auge anzustarren. Jetzt blickst du 3 Sekunden auf den Punkt, dann wieder weg, dann wieder hin. Und wenn du lustig bist, starrst du den Punkt länger als 3 Sekunden an und flirtest mit ihm. Das war kein Witz. Lächle lieber, wenn du übst, sonst gewöhnst du dir ein ernstes Gesicht während des Blickkontaktes an.
  2. Danach übst du mit dem Spiegel. Halte Blickkontakt zu einem deiner Augen. Wechsle nicht zwischen den Augen hin und her, damit du dich daran gewöhnst den Blick auf einen Punkt zu halten. Ein kleiner Hinweis Für Menschen die YouTube Videos machen oder vor der Kamera stehen: Halte hier den Blickkontakt in das objektiv. Jede Bewegung, die du mit den Augen machst, wirkt auf dem Bildschirm noch größer, als in wirklichen Leben. Das liegt daran, dass unsere Aufmerksamkeit beim Betrachten eines Videos tatsächlich nur auf die Person fokussiert ist und auf nichts anderes. Je größer dein Gesicht auf dem Bildschirm zu sehen ist, bist du größer wird jeder auch noch so minimale Augenbewegungen.
  3. Jetzt suchst zu dir Fotos von Gesichtern, die dich anblicken. Suche dir freundliche Gesichter. Damit geht es am Anfang viel leichter.
  4. Jetzt kommt die Königsklasse der Blickkontakt Übungen. Suche dir ernste Oder wenn du’s richtig wissen willst Fotos von wütenden oder bösen Gesichtern, die dich anstarren.

In meinem Video übe ich höchstpersönlich mit dir das Blick halten.

Ich wünsche dir wirkungsvollen Erfolg,

Deine Yvonne

2018-11-09T13:35:35+00:00

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