Schule dein Herz, dann schulst du dein Lächeln

Ein Teilnehmer einer meiner Vorträge kam danach zu mir und sagte: „Frau de Bark, das Herz ist doch ein Organ, wie soll man das denn schulen?

Da hat er biologisch gesehen natürlich recht. Wobei man ein Herz trainieren kann. Deswegen trifft die englische Übersetzung meines Spruches auch viel besser: Train your heart, then you train your smile.

Nehmen wir mal an, du akzeptierst, dass das Herz sinnbildlich für alles steht, was dich ausmacht. Zumindest alles, was deine Persönlichkeit von innen heraus ausmacht. Dann ist es nur logisch, dass da alles in Ordnung sein sollte, damit du das auch nach nach außen an deine Umgebung, deine Mitmenschen transportierst. Stell dir mal einen unglücklichen Menschen vor. Hast du ein Bild im Kopf? Du siehst es ihm an der Körpersprache an, dass er unglücklich ist. Da sind die Furchen in der Mimik, die schlechte Haltung, die laschen Gesten. Und solltest du es ihm nicht sofort ansehen, wirst du es an seinem Verhalten merken. Verbal oder mit verächtlichem Geschnaubt, wie auch immer. Du merkst es. Was bedeutet jetzt also “Schule dein Herz”? 

Ich gebe dir einen Gedanken mit, der dir hilft, dein Herz und somit dein Auftreten in die Richtung zu schulen, die du willst. Denn die Richtung kannst du bestimmen. Willst du nach außen positiv wirken? Willst du Kommunikation und offen wirken? Oder willst lieber in Ruhe gelassen werden? Jede Situation ist anders und in jeder Situation wirst du anders wirken wollen. “Schule dein Herz”, bedeutet zum Beispiel:

Hab dein Ziel klar und verfolge es jeden Tag ein bisschen mehr. Ich sage dir, warum das so wichtig ist: Wir Menschen können mit Stagnation nichts anfangen. Stagnation ist nicht in uns programmiert. Wenn wir Stagnation lieben würden, wären wir ausgestorben. Wir haben Träume, Ziele, Wünsche. Wir wollen uns weiterentwickeln. Aber was ist mein Ziel, fragst du jetzt. Dann frage ich dich: Was macht dich glücklich? Finde es heraus? Das können Kleinigkeiten, aber du merkst es an diesem winzigen Schmetterlingsschlag in deinem Bauch, dieses warme Gefühl. Wenn du glaubst, dieses Gefühl nicht zu kennen, dann habe ich einen tollen Tipp für dich: Nimm mal an, du bist gerade in einem wunderbar entspannten Gespräch mit einer Freundin oder Freund. Hast du in diesem Moment schon mal reflektiert, wie du dich fühlst oder hast du einfach nur den Moment konsumiert? Oder du arbeitest an etwas und vergisst vor Begeisterung und Freude daran völlig die Zeit? Dann ist das etwas, das dich glücklich macht. Wir sollten uns Ziele setzen, deren Weg dorthin uns glücklich machen. Ein warmes Gefühl im Bauch erzeugt. Warum bestehe ich so sehr auf dem Weg und nicht dem Ziel selbst? Das Belohnungssystem schießt auch bei unnützen Zielen wie beim Computerspiele spielen. Wie bei Likes sammeln. Ich habe noch nie gehört, dass jemand Freude daran hatte, sich durch einen Level zu kämpfen. Aber wenn der Level dann geschafft ist, wird ein Feuerwerk des Glücks im Gehirn gezündet. Ich habe aber schon oft gehört, dass jemand, der leidenschaftlich gerne fotografiert den Weg zum fertigen Bild genauso so feiert wie das Endergebnis selber. Ich habe gehört, dass Menschen sich an jede Sekunde des Weges zu einem Berggipfel erinnern. An die wunderschöne Natur, einen schmalen Grat, den sie überwinden mussten, ein Regenschauer, der sie fast zum Umkehren gezwungen hätte. Schule dein Herz, indem du ihm Futter gibst für dein Ziel, dessen Weg dir Freude bereitet. 

Viel Spaß beim Herzschulen,

Deine Yvonne

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