Drei fatale Fe(h)ler in der Körpersprache

Drei fatale Fehler in der Körpersprache, an die du nie gedacht hättest. Hallo, liebe Freunde der Wirkung. Eigentlich gibt es ja keine Fehler in der Körpersprache, oder doch? Es ist doch jeder gut so wie er ist und sollte sich nicht verstellen, oder doch? Ja, es ist jeder gut so, wie er ist. Und jetzt könntest du diesen Artikel auch schon wegblicken. Aber es gibt nun mal evolutionäre Trigger in der Körpersprache (wie zum Beispiel in der Mimik, Gestik, Stimme, Körperhaltung, Blickkontakt, Proxemik, Körperbewegung usw), die eine bestimmte unbewusste Reaktion in uns auslösen. Drei davon habe ich dir hier aufgelistet.

Blickkontakt, Distanz, Mimik

  1. Du versuchst den besten Blickkontakt zu halten, den du dir vorstellen kannst. Du starrst und starrst und plötzlich merkst du, dass der andere sich unwohl fühlt, zurückweicht oder wegschaut. Na, da hast du es mit dem Blickkontakt wohl übertrieben. Der Blickkontakt darf ruhig lange sein, aber nur, wenn du bereit bist, die Auswirkungen der Ausschüttung des Kuschelhormons Oxytocin zu ertragen. Starrst du nämlich jemanden in die Augen und lächelst auch noch dabei, stellst du schnell eine tiefe und enge Verbindung zwischen euch her. Starrst du jemandem ausdruckslos in die Augen, wirkt das wie ein Angriff. Erst heute wieder habe ich am Flughafen am Gepäckband jemanden gesehen, der mich völlig ausdruckslos angestarrt hat. Das ist so gruselig. Ich starre dann immer ausdruckslos zurück. Was meinst du, wie schnell der aufgehört hat. Ich fasse zusammen: Das Verhältnis Blickkontakt halten und lösen sollte so ca. 80/20 sein. Wenn du lächlend starrst, wird das schnell als Flirten interpretiert – das solltest du im Hinterkopf haben :-). und wenn du ernst starrst, wirkt das aggressiv und bedrohlich.
  2. Zu schnelle Distanzverringerung. Manche haben ein unterschiedliches Distanzbedürfnis. Das ist abhängig von Kultur, Situation und Person. Zu schnelle Distanzverringerung nehmen wir als bedrohlich wahr, weil wir keine Kontrolle darüber haben und weil der Distanzverringerer so obendrein in unseren geschützten Bereich um uns herum eindringt. Das mögen wir gar nicht. Achte immer auf die Körpersprache des anderen: Weicht er oder sie zurück, wenn du näher kommst? Blinzelt er oder sie schneller, wenn du näher kommst. Wendet er oder sie den Kopf zur Seite? Baut er oder sie Mäuerchen mit Hand-zu-Mund Gesten? Das können Signale sein, dass du zu schnell zu nahe gekommen bist.
  3. Ausdruckslose Mimik. Das wohl grausamste Signal in der Körpersprache ist KEIN emotionales Feedback zu geben. Wir Menschen brauchen so viele Informationen wie möglich vom anderen, um uns wohl zu fühlen. Eine ausdruckslose Mimik ist hier das Schlimmste, was du deinem Gegenüber antun kannst. Stell dir vor, du erzählst jemandem etwas, und der reagiert überhaupt nicht. Ich mache dazu eine Übung in meinen Seminaren, die extrem gut herausarbeitet, wie schlimm sich KEIN emotionales Feedback in der Körpersprache anfühlt. Geh mit dem, was der andere sagt, mit. Versuche, seine Gefühle zu erkennen und zu spiegeln. Außer Wut. Die spiegelst du bitte nicht, sondern gehst oder zeigt Verständnis, je nach Möglichkeit und Konfliktbereitschaft.
Wenn du noch mehr über Wirkung und Körpersprache wissen willst und wie du sie im Alltag oder/und Business einsetzen kannst, hol dir meinen Onlinekurs Souverän auftreten mit 23 Videos, die es in sich haben. Wenn du mich mal Live sehen willst oder mich für einen Vortrag buchen möchtest, dann schick mir gerne eine email an diese Mailadresse.
Das Video zu diesem Blogartikel findest du hier
Und jetzt wünsche ich dir eine tolle Zeit bis zum nächsten mal, wenn es wieder heißt “Wirke wie du willst”.
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Deine Yvonne de Bark