Bringt Sympathie im Business einen Vorteil?
Letzte Woche erreichte mich eine Anfrage einer großen Zeitung: “Können Sie unseren Lesern Tipps geben, wie man sympathischer wirkt?” Ja, kann ich. Die Frage ist: Was bringt es dem Leser und will er das überhaupt?

Wenn die Körpersprache sagt: Ich mag dich nicht
Wir alle kennen sie: Menschen, die fachlich brillant sind, aber trotzdem nicht vorankommen. Oft liegt es nicht an mangender Kompetenz, sondern an der Wirkung auf andere. Feedback wie “Du wirkst aber arrogant” oder “Irgendwie wirkst du immer so ernst” bekommen häufig Menschen, die eigentlich supernett sind, nach außen aber nicht so wirken.
Als Schauspielerin und Trainerin für souveränes Auftreten habe ich die wichtigsten Faktoren für sympathische Wirkung für dich zusammen getragen:
1. Lächeln als sozialer Türöffner
Überraschung: Lächeln ist der stärkste Sympathie-Booster überhaupt. Forschungen zeigen: Wenn du lächelst, entspannt sich automatisch das Gehirn deines Gegenübers. Das Signal lautet: “Mir geht es gut, also darf es dir auch gut gehen.”
Praxis-Tipp: Der Bleistift-Trick funktioniert wirklich. Nimm einen Stift quer zwischen die Zähne und halte 60 Sekunden. Dein Gehirn schüttet einen Gute-Laune-Hormoncocktail aus, weil die Mimik des Lächelns dem Gehirn sendet: “Ich lächle, also scheint was lustig zu sein” Und das Gehirn reagiert: Ok, dann “Gute-Laune-Cocktail Go!”
2. Die Ich-Diät
Wenn Menschen die ganze Zeit nur von sich erzählen (und noch schlimmer: Alles, was der andere sagt, wird mit “Ja also ICH” zurückkommentiert), wirkt das nicht empathisch, sondern egozentrisch.
Sympathie entsteht durch echtes Zuhören. Versuche bewusst auf das ständige “Ich” zu verzichten. Menschen fühlen sich wichtig, wenn sie gehört werden.
3. Namen merken
In meinen Keynotes vor hunderten Menschen merke ich mir 20-30 Namen, während ich die Zuschauer vor dem Vortrag begrüße (hier ein Beweisvideo dazu). Der Trick: Verknüpfe den Namen mit einem visuellen Detail. Einer Geschichte, einem komischen Bild. Menschen lieben es, beim Namen genannt zu werden.
4. Raumverhalten beachten
Zu ausladende Gesten und eine zu laute Stimme wirken zwar durchsetzungsstark, aber nicht sympathisch. Beobachte deine Körpersprache kritisch. Manchmal ist weniger mehr.
5. Perfektion abbauen
“Perfektion weckt Aggression”. Dieser Satz stammt nicht von mir, aber er trifft zu. Menschen wollen Ecken und Kanten sehen. Schwächen machen sympathisch und nahbarer.
6. Blickkontakt mit Fingerspitzengefühl
Die Forschung empfiehlt 3,3 Sekunden Blickkontakt beim ersten Eindruck. Wichtiger ist aber: Beobachte das Blickkontakt-Bedürfnis deines Gegenübers. Manche Menschen vertragen weniger Augenkontakt. Und immer mit einem leichten Lächeln!
7. Positiv bleiben
Jammerer und Nörgler meiden die meisten Menschen instinktiv. Ersetze “Ja, aber…” durch “Ja, und…” oder “gleichzeitig…”. Diese kleine Änderung verändert sofort die Atmosphäre im Gespräch.
Mein Praxis-Tipp für dich
Wähle einen dieser Punkte aus und setze ihn eine Woche lang bewusst um. Besonders das Lächeln und die Ich-Diät zeigen oft erstaunlich schnell Wirkung!
Welcher Punkt hat dich am meisten überrascht? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren.
Lust, das gemeinsam zu vertiefen?
Wenn du deine Wirkung nicht nur lesen, sondern wirklich verändern möchtest, begleite ich dich gern persönlich. In meinem ‚Wirke wie du willst‘-Club oder in meinen Präsentationsseminaren arbeiten wir genau an diesen Feinheiten, mit ehrlichem Feedback und konkreter Umsetzung.
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In diesem Video erfährst du noch mehr Details zu diesem Thema:
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Mehr InformationenYvonne de Bark ist studierte Schauspielerin und Top-Expertin zum Thema Körpersprache und Wirkung
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