Yvonne de Bark · Körpersprache-Expertin
Blickkontakt beim Präsentieren:
Warum er so schwer fällt und wie du ihn trotzdem hältst
Warum er so schwer fällt und wie du ihn trotzdem hältst
trainierst du ihn trotzdem.
Warum dein Gehirn Blickkontakt für gefährlich hält
Den Zuschauern beim Präsentieren in die Augen zu schauen, ist enorm anstrengend fürs arme, ohnehin schon gestresste Gehirn.
In dem Moment, in dem du jemandem in die Augen schaust, passiert unglaublich viel. Da entsteht eine Verbindung. Das beansprucht dein Gehirn nochmal extra.
”Was heißt dieser Blick?” “Warum guckt der mich so komisch an?” „Bewertet die Person mich?“
Genau das macht Blickkontakt so anstrengend, denn eigentlich hast du genug mit dem Inhalt der Rede zu tun.
Dein Gehirn kennt diese Situation aus einer sehr alten Zeit. Augen, die dich fixieren, bedeuteten früher oft Gefahr. Der berühmte Säbelzahntiger zwischen den Grashalmen schaut auch nicht zufällig. Er schaut, bevor er angreift.
Auch wenn heute kein Tiger mehr im Raum steht (das hoffen wir zumindest mal für dich), reagiert dein Körper noch immer ähnlich. Puls geht hoch. Atmung wird flacher. Du fühlst dich beobachtet. Bewertet. Und manchmal auch ausgeliefert.
Kein Wunder also, dass viele beim Präsentieren den Boden fixieren, die PowerPoint, lieber über Köpfe hinwegschauen, an die Wand blicken oder hektisch zwischen einzelnen Personen hin und her springen.
Ich habe festgestellt, dass genau die Personen, mit denen ich freundlichen Blickkontakt hatte, nach der Rede zu mir kamen und noch ein Pläuschchen wollten oder ein Buch gekauft haben.
Für mich ist es immer anstrengender, Blickkontakt mit wildfremden Menschen zu halten. Auch wenn es nur 2 Sekunden sind. Da schau ich lieber in die Kamera beim Drehen von Videos.
So hältst du Blickkontakt, auch vor großem Publikum
Halte den Blickkontakt für zwei Sekunden. Und bitte lächeln. Sonst wirkst du wie kurz vorm Angriff.
Größeres Publikum: Hier hilft dir eine einfache Struktur. Fahre mit deinem Blick ein gedachtes W durch den Raum. Links außen beginnen, dann Mitte, dann rechts, dann wieder zurück über die andere Seite.
An jedem dieser Punkte bleibst du ebenfalls etwa zwei Sekunden.
So verteilst du deine Aufmerksamkeit gleichmäßig und niemand fühlt sich ausgeschlossen.
In Gruppen ab etwa 30 Personen fühlen sich immer auch die Menschen fünf Plätze um die angesehene Person herum von deinem eigentlichen Blickpunkt mit angesprochen. Du erreichst also viel mehr Menschen als du denkst. Mit nur einem Blick. Das ist sooo bequem.
- Yvonne de Bark
Die Übung, die Blickkontakt leichter macht
Bist du jemand, der nicht gut Blickkontakt halten kann? Dann kommt jetzt eine Übung, die dir helfen kann.
Such dir ein Foto von einer fremden Person, die direkt in die Kamera schaut.
Die Person sollte dabei nicht lächeln. Das simuliert den Ernstfall in einer Präsentation.
Schau diesen Fotoaugen 10 Sekunden lang ruhig in die Augen.
Nicht wegschauen. Nicht blinzeln. Einfach da bleiben.
Wahrscheinlich merkst du nach ein paar Sekunden ein leichtes… Unbehagen.
Vielleicht willst du wegschauen. Vielleicht wirst du unruhig. Bleib trotzdem da.
Währenddessen denkst du innerlich einen ganz einfachen Satz:
„Ich mag dich."
Nach diesen 10 Sekunden hat dein Gehirn etwas Wichtiges gelernt: Augenkontakt ist ungefährlich. Es passiert nichts Schlimmes. Wenn du diese Übung ein paar Mal machst, wird dir Blickkontakt auch mit echten Menschen deutlich leichter fallen.
Blickkontakt kannst du trainieren
Und je souveräner und freundlicher du ihn hältst, desto besser verbindest du dich mit deinem Publikum.
Lampenfieber überwinden im Seminar „Wirke wie du willst“
Genau das biete ich dir in meinem zweitägigen Präsentationsseminar „Wirke wie du willst“ an: zwei Tage praktische Übungen in einer Kleingruppe, mit echtem Feedback und echtem Fortschritt.
Wenn du souverän auftreten und Blickkontakt zukünftig mit Leichtigkeit halten möchtest, dann sichere dir gleich einen der wenigen Plätze!
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„Wirke wie du willst" Live-Seminar
2 Tage · Bedburg, Raum Köln · Kleingruppe · Echtes Feedback · Echter Fortschritt
Alle Infos & AnmeldungDas ganze Video zu diesem Thema findest du hier:
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Yvonne de Bark ist studierte Schauspielerin und Top-Expertin zum Thema Körpersprache und Wirkung. Sie ist seit über 30 Jahren auf Bühnen, Kameras und in Unternehmen unterwegs und bekannt für ihre Arbeit im Bereich nonverbale Kommunikation, Präsenztraining und wirkungsvolles Auftreten im Berufsleben. Sie unterstützt Menschen dabei, bei ihrem Auftreten im Berufsleben klar, authentisch, überzeugend zu wirken.
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