Yvonne de Bark · Körpersprache-Expertin
„Du kannst dir ja was aufkleben“: Was eine pikante TV-Rolle mich über Lampenfieber lehrte
Der Moment, in dem alles kippt
Endlich hatte ich mir durch ein Casting eine Rolle in einem Primetime-Film ergattert. Das ist wie ein Ritterschlag für Schauspieler. Ich schlage das Drehbuch auf und lese. Plötzlich zucke ich zusammen: “Und sie lässt ihre Kleidung zu Boden fallen und steigt in die Wanne”.
Dann kam der Tag, an dem es in die Wanne gehen würde. Mein Schauspielkollege, der mir in der Szene ein Handtuch reichen, mich aber von vorne sehen wird, versucht es mit Humor: „Ey, wir machen das. Ich hab schon mal eine Frau gesehen.“
Netter Versuch. Ich hab nicht gelacht und hab mich nur fester in meinen Bademantel gezurrt.
Der Regisseur hatte mir versprochen, dass der TV-Zuschauer im fertigen Film nichts sehen wird, nur den entkleideten Rücken. „Möchtest du was vorne draufkleben?“ fragt mich die Maskenbildnerin. „Ähm, ja gerne!“ Gewissenhaft klebt sie so Dinger vorne drauf. Das Wichtigste ist verdeckt. Aber ich fühle mich kein bisschen wohler.
Drei Kameras sind aufgebaut, damit wir nur einmal drehen müssen. Die Probe verläuft im Bademantel. „So, dann können wir drehen“ ruft der Regisseur. Plötzlich stehen da Beleuchter, Kameramänner, Regieassistenz, jemand mit Kaffeebecher, jemand anderes mit Klemmbrett! Es war mir sooo unangenehm.
Ich wollte cool wirken, aber das ging nicht. Ich habe dem Regisseur leise gesagt: „Ich kann das so nicht."
Er nickt, reagiert sofort und sagt zum Team in klarem Ton: „Raus, alle raus, die nicht UNBEDINGT hier sein müssen.“ Und plötzlich war der Raum leer. Und es ging.
Dieses Gefühl kennt fast jeder
Vorbereitung schützt nicht vor dem Moment, in dem du dich plötzlich sehr klein fühlst.
- Yvonne de Bark
Du musst da nicht einfach durch
Der häufigste Rat, den Menschen mit Lampenfieber bekommen, ist dieser: „Stell dir vor, alle sitzen in Unterwäsche.“ Oder: „Atme tief durch.“ Oder, mein persönlicher Liebling: „Sei einfach du selbst.“
Danke. Sehr hilfreich.
Was wirklich hilft, ist Handwerkszeug. Denn genau wie ich am Set gelernt habe, schaffe ich mir heute meine „Bühne“ bei Vorträgen so, dass ich mich wohlfühle.
Ich schaue mir vorher den Raum an. Ich weiß, wie meine Körpersprache selbstsicher wirkt. Ich kenne die Methoden, die mir helfen, Lampenfieber in Freude zu verwandeln.
Was dieses Handwerkszeug konkret bedeutet
Was dieses Handwerkszeug konkret bedeutet
Sicherheit zuerst, Begeisterung dann
Sicherheit aufbauen
Du lernst, deinen Körper so einzusetzen, dass du nach außen Ruhe und Sicherheit ausstrahlst, auch wenn es innen noch brodelt.
Überzeugen und begeistern
Auf dieser Basis baust du auf: Stimme, Haltung, Blickkontakt. Alles greift ineinander. Das Überzeugen fällt danach fast von allein.
Der Unterschied
Wirkung entsteht von innen nach außen
Wer versucht, begeisternd zu sein, bevor er sich sicher fühlt, wirkt verkrampft. Wer erst lernt, sich sicher zu bewegen, zu sprechen und im Raum zu stehen, dem fällt das Überzeugen danach fast von allein zu.
Lampenfieber überwinden im Seminar „Wirke wie du willst“
Genau das biete ich dir in meinem zweitägigen Präsentationsseminar „Wirke wie du willst“ an: zwei Tage, Kleingruppe, echtes Feedback, echter Fortschritt.
Wenn du das Gefühl kennst, das ich beschrieben habe und wenn du bereit bist, es durch etwas Besseres zu ersetzen, dann schau dir die Seminar-Details an.
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„Wirke wie du willst" Live-Seminar
2 Tage · Bedburg, Raum Köln · Kleingruppe · Echtes Feedback · Echter Fortschritt
Alle Infos & AnmeldungDas ganze Video zu diesem Thema findest du hier:
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Mehr InformationenUnd hier findest du das Thema auch als Podcast:

Yvonne de Bark ist studierte Schauspielerin und Top-Expertin zum Thema Körpersprache und Wirkung. Sie ist seit über 30 Jahren auf Bühnen, Kameras und in Unternehmen unterwegs und bekannt für ihre Arbeit im Bereich nonverbale Kommunikation, Präsenztraining und wirkungsvolles Auftreten im Berufsleben. Sie unterstützt Menschen dabei, bei ihrem Auftreten im Berufsleben klar, authentisch, überzeugend zu wirken.
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